08.12.2025 - 8.2 Kommunale Wärmeplanung: Zielszenarien für die k...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 8.2
- Gremium:
- Bürgerschaft (BS)
- Datum:
- Mo., 08.12.2025
- Status:
- gemischt (Niederschrift abgestimmt)
- Uhrzeit:
- 17:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Informationsvorlage
- Federführend:
- Dezernatssteuerung II, Bauwesen, Umwelt, Bürgerservice und Brandschutz
- Zuständigkeit:
- zur Kenntnis genommen
Beratung
Die Präsidentin der Bürgerschaft ruft den Tagesordnungspunkt auf.
Herr Lerm
. bringt das Thema ein.
Eine Beschlussfassung zu diesem Thema sei für das 1. Quartal 2026 vorgesehen. Kommunen seien verpflichtet, bis zum 30.06.2028 eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Die Bürgerschaft habe für die Universitäts- und Hansestadt Greifswald die Zielstellung der Umsetzung auf 2026 festgelegt, was die Verwaltung einhalten werde.
. stellt die Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren dar und gibt eine Zusammenfassung der bisherigen Arbeitsschritte.
. bittet die Bürgerschaft, sich ausführlich mit den zur Verfügung gestellten Unterlagen zu befassen, da nun mit der Erstellung der Umsetzungsstrategie begonnen werde. Die Klimaneutralität solle in Greifswald bis 2035 umgesetzt werden. Allerdings könne dies an einigen Realitäten scheitern. Beispielsweise sehen die bundesgesetzlichen Rahmenbedingungen den Einsatz von Erdgas noch bis 2045 vor. Die momentane Heizungswechselrate liege derzeit bei 5 Prozent. In zehn Jahren könne unter den jetzigen Bedingungen von 50 Prozent ausgegangen werden. Für den Ausbau von Fernwärme seien enorme Kapazitäten bei der Stadtwerke Greifswald GmbH und bei den entsprechenden Baufirmen erforderlich.
Die Verwaltung verfolge weiterhin das Ziel, so früh wie möglich Klimaneutralität herzustellen, allerdings unter realistischen Bedingungen. Die Umstellung müsse zudem sozialverträglich sein. Ein Trägerbeteiligungsverfahren sowie die Durchführung eines zweiten Bürgerforums werden nun folgen.
Frau Dr. Wölk
. bedankt sich bei dem beauftragten Unternehmen für die bisherige Unterstützung und umfassende Begleitung in diesem Prozess.
. sieht die Wärmewende als höchstkomplexes Konzept an. Es werde ein Format benötigt, in dem über die Bedeutung und die Auswirkungen für die Bevölkerung informiert werde.
Herr Rappen
. hält es für wichtig, die Umsetzung frühzeitig zu beauftragen und die Öffentlichkeit bei diesem Prozess mitzunehmen.
Die Informationsvorlage zeige, dass die Zielstellung 2035 weder ökologisch noch wirtschaftlich realistisch sei.
. wünscht sich eine ergebnisoffene Prüfung.
. kündigt eine Beschlussvorlage der CDU-Bürgerschaftsfraktion Greifswald an, in der 2045 als realistische Zielstellung ausgegeben werden solle.
Herr Liedtke
. lobt die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Unternehmen.
. ist ebenfalls der Meinung, dass Ökologie und Ökonomie realistisch in Einklang gebracht werden sollten.
. plädiert dafür, die angekündigte Beschlussvorlage der CDU-Bürgerschaftsfraktion Greifswald als Bürgerschaft gemeinsam zu verfolgen.
Herr Prof. Dr. Münzenberg
. sagt, dass im Konzept keine Lösung für die zentrale Wärmeversorgung in engbebauten Bereichen angegeben werde. Zu der Höhe der Energiekosten sollten ebenfalls unterschiedliche Szenarien mit Preisprognosen erstellt werden.
Herr Burmeister
. berichtet aus dem ersten Bürgerforum, dass die Bezahlbarkeit eines der wichtigsten Themen für die Anwesenden gewesen sei.
. könne nachvollziehen, dass die Umstellung bis 2035 nicht realisierbar sei. Das Geld habe weder die Stadtverwaltung noch die Bevölkerung. Selbst bis 2045 sei die Umsetzung sehr optimistisch gedacht.
Herr König
. macht deutlich, dass Ziele keine Dogmen seien, die unumstößlich seien.
. fragt, weshalb nur in Greifswald geprüft werde, bis wann das Ziel erreicht werden könne. Ihm fehle in den Unterlagen die Erklärung, wie man zu den einzelnen Ergebnissen komme.
Herr Dr. Meyer
. bittet, die in den Unterlagen enthaltenen Karten auf der Webseite der Stadt zur Verfügung zu stellen, um auch detailliertere Ansichten zu ermöglichen.
