23.03.2026 - 5 Vorstellung des Projektvorhabens „Interkulturel...

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Beratung

Frau Dr. Schwenke fragt die Mitglieder des Ausschusses, ob Sie mit der Vorstellung des Projektes einverstanden seien. Es gibt keinen Widerspruch.

Die Geschäftsführerin der ABS – Gemeinnützige Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung mbH, stellt die Organisation und das ANKER- Projekt vor. Die Organisation sei vor 35 Jahren zur Rückführung von SGB II –Leistungsempfängern auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gegründet worden. Wichtig sei dabei die Begleitung auf den Weg dorthin. Durch die geopolitischen Ereignisse würde aktuell die Integration Geflüchteter Menschen eine wichtige Herausforderung sein. Seit 2018 und 2019 werden durch die ABS schon 2 Welcome Center betrieben, um Fachkräfte in die Region zu bringen. Wichtiger Bestandteil zur Haltung von Fachkräften sei auch „sich hier wohl zu fühlen“, darum solle ein interkulturelles Begegnungszentrum diese wichtige Aufgabe im Stadtteil Schönwalde I / Südstadt übernehmen. Eröffnung solle am 01.07.2026 mit einer Laufzeit von 3 Jahren und der Möglichkeit auf einen Folgeantrag sein. ANKER sei abgeleitet aus den Zielen: Austausch- Nachhaltigkeit- Kooperation- Eigenständigkeit- Respekt Das Projekt schließe an die Arbeit des früheren Begegnungszentrums MOLE vom Kreisdiakonischen Werk an. ABS habe das einzige Projekt in Mecklenburg-Vorpommern, dass es in die 2. Runde bei dem Förderantrag geschafft habe. Ende April gibt es voraussichtlich eine endgültige Entscheidung. Dies sei wichtig, da eine Immobilie von der WVG, Wohnungsbau- und Veraltungsgesellschaft mbH, in der Heinrich-Hertz-Straße 22 angemietet werden könne.

Frau Horn bedankt sich für die Vorstellung und fragt nach Möglichkeiten der Unterstützung durch die Bürgerschaft.

Die Geschäftsführerin der ABS schildert die Schwierigkeiten mit der fehlenden Zusage für die Förderung und dem Angebot für Räumlichkeiten über die WVG. Sie sei aber grundsätzlich positiv gestimmt, da keine Ergänzungen nachgefragt wurden.

Herr Winter fragt nach Unterscheidungspunkten zur Leistung der Arbeitsagentur bei der Integration in den Arbeitsmarkt.

Die Geschäftsführerin der ABS erläutert, dass es sich um eine Förderung aus dem Bereich soziale Integration handle.

Herr Winter führt aus, dass es 3 Begegnungszentren in Greifswald gibt und fragt, ob man dort nicht mit einsteigen könne.

Die Geschäftsführerin der ABS führt aus, dass die tägliche Arbeit in den Projekten den Bedarf aufzeige, da die Klienten hier keinen sozialen Halt haben. Die Familie ist nicht da, die Freunde sind nicht hier und es gibt sprachliche Probleme, darum solle das Projekt die Sache wieder rund machen. Die ABS sei eine von 2 Organisationen in M-V die diese Mittel abrufen können, weil es bestimmter Zertifizierungen bedürfe.

Herr Winter fragt bezüglich der Transparenz und des Erfolges der Integrationsmaßnahmen nach.

Die Geschäftsführerin der ABS erläutert, dass der Antrag 78 Seiten habe und nach dem Bescheid über die Zusage auch öffentlich zugänglich gemacht werden könne. Die Ziele seien im engen Austausch mit der Integrationsbeauftragten Frau Gatzke entstanden und basieren auf Zahlen zu dem Stadtteil sowie dem Integrierten Handlungskonzept „Mein Schönviertel“. Unterziele aus dem Konzept seien beispielsweise die Verbesserung des Sprachniveaus und Menschen in ehrenamtliche Strukturen zu überführen.

Das Projekt solle mit 3 Vollzeitstellen geführt werden, die mit Hilfe von Honorarkräften und vielen Ehrenamtlichen zusätzliche Dinge wie Sprachcafés, Veranstaltungen und Beratung durchführen. Denn ohne Sprache könne keine Integration erfolgen.

Frau Dr. Schwenke erläutert bezüglich der genannten Begegnungszentren, dass die Schwalbe Angebote an ein breiteres Publikum für das Gebiet Schönwalde II richte.

Herr Winter führt aus, dass er zwischen den Zielgruppen eine gewisse Ähnlichkeit sehe.

Frau Gatzke weist auf das Integrierte Handlungskonzept „Mein Schönviertel“ hin, welches 2025 von der Bürgerschaft beschlossen wurde. Im Rahmen der entsprechenden Bedarfsanalyse wurden fehlende interkulturelle Begegnungsorte und Anlaufstellen in Schönwalde I/Südstadt als Herausforderung festgestellt. Das Projekt greife damit die Ziele und Maßnahmen daraus für den Stadtteil Schönwalde I / Südstadt auf. Dort leben 33 Prozent aller ausländischer Einwohnerinnen und Einwohner in Greifswald. Das genannte Internationale Begegnungszentrum „Felix Hausdorff“ sei eine Einrichtung der Universität Greifswald und befinde sich in der Innenstadt.

 

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