24.03.2026 - 11.7 Schutz der Trinkwasserversorgung
Grunddaten
- TOP:
- Ö 11.7
- Zusätze:
- Bürgerschaftsfraktion Christlich Demokratisch Konservative
- Datum:
- Di., 24.03.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift abgestimmt)
- Uhrzeit:
- 18:00
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage der Politik (ö)
- Federführend:
- Politik
- Zuständigkeit:
- ungeändert zugestimmt
Beratung
Herr Liedtke bringt die Vorlage ein.
Der Antrag auf Rederecht seitens des Vorsitzenden für einen Vertreter der Immobilienwert Sachsen AG, für einen Vertreter des Ingenieurbüros UmweltPlan GmbH Stralsund, für den Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald GmbH sowie für einen Mitarbeiter vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV wird mit einer Enthaltung angenommen. Das Bergamt Stralsund konnte der Einladung nicht folgen, gab allerdings zur Kenntnis, dass noch keine Anträge zu konkreten Bohrungen vorliegen.
Der Vertreter der Immobilienwert Sachsen AG stellt als Vorhabensträger das Projekt und die weiteren Schritte anhand einer Präsentation (Anlage) vor und informiert, dass Wasserschutzgebiete explizit nicht betroffen sind.
Der Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald GmbH sieht keine weitere Diskussion, wenn Trinkwasserschutzgebiete nicht betroffen sind, allerdings und hier verweist er auf das Geothermie-Beschleunigungsgesetz, welches die Trinkwasserzonen unterteilt und seitens der Versorger die zusätzliche Aufnahme der Trinkwasserschutzzone 3 gefordert wird. Er informiert, dass seitens der Stadtwerke zusammen mit dem Landrat, der Stadt Greifswald und dem Sachgebietsleiter der Unteren Wasserbehörde ein Memorandum zum Trinkwasserschutz gefasst wurde. Für das Gebiet nördlich des Rycks hat Herr Prauße geringere Bedenken und bittet die Gefahren und Risiken bestmöglich zu prüfen und zu vermeiden. Grundsätzlich stellt er die CO2-Freiheit und die Kosten der Geothermie in Frage und erläutert dies anhand der Geothermie in Schwerin. Ergänzend hält er die Bereitschaft für weiterführende Informationen und Gespräche fest.
Herr Heil dankt für die Stellungnahme aus Sicht des Trinkwasserversorgers und bittet um eine ergänzende transparente Auskunft aus Sicht der Wärmeversorgung. Der Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald GmbH erinnert an das Fernwärmenetz aus DDR-Zeiten und die bevorzugte Wärmegewinnung durch die hauseigene Solarthermie, welche kein Risiko für das Trinkwasser darstellt. Geothermie - auch über Drittanbieter - wird nicht ausgeschlossen, sofern alle Wasserschutzzonen berücksichtigt werden und der Preis sich entsprechend gestaltet.
Auf Nachfrage von Frau Dr. Wölk erläutert der Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald GmbH die drei Wasserschutzzonen und ergänzt, dass es noch keine Langzeitstudien zu Auswirkungen von Geothermie in der Tiefe vorliegen:
- Zone I, eingezäunter Fassungsbereich, schützt direkt am Brunnen
- Zone II, ca. 50 Tage Fließzeit
- Zone III, umfasst das gesamte Einzugsgebiet
Der Vertreter des Ingenieurbüros UmweltPlan GmbH Stralsund stellt die geschilderten Zonen, insbesondere Zone III noch einmal anhand von Kartenmaterial konkreter dar.
Mitarbeiter vom Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie MV erläutert die Sicht seitens des Landesamtes zum Thema anhand einer Präsentation (nichtöffentliche Anlage) und erläutert die umfangreichen gesetzlichen Anforderungen für die Bohrungen.
Die Mitglieder debattieren zur übrig gebliebenen Grundlage der Vorlage, hinterfragen ökologische Aspekte von Salzaustritten im Norden des Rycks sowie
das Mitspracherecht betroffener Kommunen im Genehmigungsverfahren (Bohrung) des Bergamtes.
Die Sitzung wird bei TOP 5 fortgesetzt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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öffentlich
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1,3 MB
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