05.02.2026 - 4 Grundsatzdebatte Floating Houses am Ryck auf Hö...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Datum:
- Do., 05.02.2026
- Status:
- gemischt (Niederschrift abgestimmt)
- Uhrzeit:
- 18:01
- Anlass:
- Sondersitzung
Beratung
Herr Barsch beantragt für Herrn Lohmeyer Rederecht.
Rederecht: Hr. Lohmeyer
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Ja-Stimmen |
Nein-Stimmen |
Enthaltungen |
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7 |
0 |
0 |
Hr. Neumann erscheint nach den Abstimmungen. Es sind nun 8 Mitglieder der OTV anwesend.
Hintergrund der Sondersitzung war, dass Herr Lerm auf der letzten OTV Sitzung die Vermutung geäußert hat, dass es einen politischen Willen gibt, der dem Vorhaben entgegenstehen könnte. Um darüber zu sprechen wurde die Sondersitzung einberufen.
Planungsbüro:
- Stellt Planung vor
- Mischgewerbe soll entstehen
- Bau einer Landzunge/ Insel
- Bebauung der Insel erfordert eine Ausnahme des Biotopschutzes
- Reduzierte Variante A: keine Bebauung der Insel, Grünflächen werden geschont
- Keine Stelzenhäuser mehr vorgesehen
Stadtverwaltung Hr. Lerm:
- Begrüßt, dass die Landzunge nicht mehr bebaut werden soll
- Natur sollte erhalten werden, die Landzunge war bereits eine Ausgleichsfläche
- Auch bei Mischgebiet gibt es eine Beschränkung der Lärmemissionen
Einwohner: Hr. Georg Lohmeyer (Anwohner Holzteichstraße):
- Im geplanten Gebiet leben Biberfamilien, intaktes Biotop, war bisher froh, dass die Stadt ökologische Aspekte berücksichtigt
- Dimension der Hausplanung stimmt nicht mit dem umliegenden Umfeld überein
- Zwei Häuser liegen dort bereits, mit der Umsetzung des Gesamtprojekts wäre der Gesamteindruck massiv gestört
- Man müsse auch die Farbwahl der umliegenden Häuser aufnehmen
- Zwei dort stehenden Häuser stünden in ihrer Dimension nicht in Relation zum Umfeld
- Kein Einbezug der Anwohnenden
- Ist als Betroffener Gegner des Projekts, es entstehe der Eindruck, dass hier Fakten geschaffen werden
- Hr. Barsch stellt klar, dass die Sitzung der OTV dazu da ist, sich überhaupt erstmal über die Ideen und Planungen zu verständigen, bisher gab es keine Entscheidungen, es solle in die öffentliche Diskussion kommen, Sondersitzung wurde einberufen, um sich überhaupt erstmal einen Überblick zu verschaffen, wie der Stand der Informationen ist
Hr. Sielski:
- Es war nie Anliegen jemanden zu hintergehen, wollte die Diskussion
- Ist aber schon seit 2014 in der Planung, 2018 wurde das Projekt von der Bürgerschaft aufgegriffen
- Wir haben einen demografischen Wandel, die Schiffe werden immer größer, der Ryck aber immer flacher
- Habe nie etwas gegen das Biotop gesagt oder dass dieses zerstört werden solle
- Zwei Floating Houses stehen dort seit 6 Jahren, sind die größten Boote, die es gibt
- Seines Erachtens nach komme man nicht voran
- Es gebe Interesse daran solche Häuser zu mieten, Kunden und auch die Uni habe hier schon angefragt
Fr. Wisnewski:
- War schockiert beim Anblick vor Ort, fügt sich nicht ins Umfeldbild ein
- Durch die Größe wären Schwedenhäuser kaum noch sichtbar dann
- Diskussiongrundlage fehlt etwas, da die Planung nicht richtig darstellt, wie es konkret aussehen soll
Hr. Liedtke:
- kritisiert Fr. Wisnewski, dass zwei Biber als Argumentationsgrundlage genutzt werden
- Findet, dass der Bausenator (Hr. Lerm) etwas nachlassen solle, Floating Houses könnte Attraktivität für die Stadt bedeuten
- Findet Idee grundsätzlich gut
Hr. Neuhaus:
- 2018 als Prüfauftrag in die Bürgerschaft gegangen
- Frage: Wurde als nicht weiter genehmigungspflichtig erachtet, was hat sich geändert?
- Antwort: der Ryck ist jetzt nicht mehr Teil des Bebauungsplans als Bundeswasserstraße, das jetzt genutzte Gewässer ist Privatgewässer
Hr. Weber:
- Das Projekt ist wunderbar und innovativ
- Würde der Stadt gut tun
- Frage: Wie groß sind die aktuellen Häuser?
- Antwort: Aktuelle Häuser sind ca. 8x10m, 2 Vollgeschosse plus Schornstein
Hr. Beer:
- Findet gut, dass es eine reduzierte Variante gibt
- Zeitliche Zwänge wurden von Hr. Sielski geltend gemacht
- Frage: Hilft Ihnen die Diskussion?
- Antwort: Aktuell gebe es für die beiden Häuser, die vor Ort liegen, einen Räumungsbescheid, aber die Eigentümer wissen nicht wohin sie die Häuser bringen sollen
Hr. Barsch:
- Insgesamt eine schöne Idee, verbrauchen keine knappe Landfläche, könnten Bettensteuer einbringen
- Die Häuser, die da jetzt liegen, sind allerdings zu groß und zu dunkel, seien Kolosse
- Sei insgesamt etwas schwierig, da das Vorhaben seit 2014 im nichtöffentlichen Bereich liegt, weder Anwohnende noch gewählte Vertretende der Stadtpolitik wurden hier einbezogen
- Ist froh, dass hier auf die OTV zugegangen wurde und so in einen öffentlichen Prozess eingestiegen werden kann
- Hätte Potenzial mit den richtigen Rahmenbedingungen im richtigen Diskurs
- Sieht nicht, dass auf der nächsten Bürgerschaftssitzung ein Beschluss gefasst werden kann, sieht dies aber auch als nicht notwendig an, da Eindruck eines entgegenstehenden politischen Willens ausgeräumt werden konnte
- Frage: Was braucht es jetzt für das weitere Verfahren?
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Antwort Hr. Wilde (Stadtbauamt):
- Begrüß die Diskussion
- Möchte der Aussage widersprechen, dass sie jemandem Steine in den Weg legen oder sich einer Entwicklung entgegenstellen, dies ist nicht der Fall
- B-Plan Nr. 30 sei rechtskräftig seit Mitte 90er Jahre, es gab seitdem verschiedene Änderungen und Ergänzungen
- Stadtbauamt steht dem Projekt grundsätzlich positiv gegenüber, aber es hat bisher andere Prioritäten gegeben
- Herausforderungen im B-Plan Verfahren sind vorhanden
- Hr. Sielski hat von der Stadtplanung eine Stellungnahme bekommen, positiv, dass es eine stadtplanerische Auseinandersetzung gab
- Es ist nun ein städtebaulicher Vertrag abzuschließen, indem geregelt wird, wie das weitere Verfahren aussieht, welche Anforderungen gestellt werden
- Recht auf Planung gebe es nicht, das wird Teil der Auseinandersetzung in den Fachausschüssen sein
- Es soll ein Vorentwurf erarbeitet werden, der den Gremien zur Verfügung gestellt wird
- Vorschlag Hr. Barsch: Wiedervorlage OTV Sitzung 08.10.26
- Stadtverwaltung wird eingeladen, um zu berichten, wie das Vorhaben bis dahin weitergegangen ist
