21.01.2025 - 10.6 Aufbau eines Energiemanagementsystems für das A...

Beschluss:
ungeändert abgestimmt
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Wortprotokoll

Frau Wuschek verlässt um 20:38 Uhr die Sitzung.

 

Frau Köppe bringt Vorlage ein, erläutert den Sachverhalt und gibt weitere Hintergrundinformationen:

  • Beauftragung einer Energiepotentialstudie zur energetischen Optimierung des Abwasserwerks in 2023
  • eine Maßnahme und Empfehlung der Studie: Einführung eines Energiemanagementsystems
  • Erfahrungen aus Zertifizierungsprozess im Umwelt- und Qualitätsmanagementbereich benötigte Ressourcen zum Aufbau eines Managementsystems Fördermittelantrag beim BMWK zur Deckung der Kosten für Einführung des Energiemanagementsystems
  • Zur Untermauerung des Fördermittelantrag wird ein BS Beschluss benötigt
  • Ziel der Zertifizierung: kontinuierliche Überwachung der Energieflüsse, Reduzierung des Energieverbrauchs, Kostenreduktion, Minimierung des CO2 Ausstoßes
  • Aufrechterhalten des Energiemanagementsystems ist ebenfalls mit Kosten verbunden - Zertifizierungskosten: Rezertifizierung alle 3 Jahre, jährliche Audits

 

Herr König stellt die Frage, ob die Einführung eines Energiemanagementsystems ebenfalls für die kommunale Betriebe, Eigenbetriebe oder die Stadtverwaltung selbst sinnvoll wäre.

 

Frau Köppe weist auf den großen Aufwand hin, ein Energiemanagementsystem zu etablieren und zu betreiben; auch unter Abwägung vorhandener Ressourcen; finanziell und personell. Das Abwasserwerk hat z.B. im letzten Jahr eine zusätzliche Ingenieurstelle für diese Aufgabe geschaffen.

 

Herr Prof. Dr. Münzenberg ergänzt die Frage, ob eine automatisierte Erfassung der Energieverbräuche der Gebäude der Stadtverwaltung nicht auch sinnvoll wäre, z.B. auch für den Bauhof und weitere technische Bereiche. Diese Daten fließen auch in die Energiebilanzierung und die Bilanzierung der THG Emissionen der Stadtverwaltung ein.

 

Frau Köppe: technische Möglichkeiten – digitaler Zähler, andere Messtechnik, sieht eher bei Großverbrauchern mit technischen Anlagen (Abwasserwerk, SWG)

 

Herr Liedke wirbt für Zustimmung zur Vorlage.

 

Herr Hahn schätzt die Kosten als zu hoch ein für ein recht kleines Unternehmen wie das Abwasserwerk und stellt die Frage, ob die Nutzung des gleichen Unternehmens, welches die bestehenden Managementsysteme (eventuell nach ISO Zertifizierung 9001 und 14001) zertifizieren, ebenfalls für das Energiemanagementsystem möglich ist, da die Managementsysteme sehr ähnlich sind, um so Kosten zu sparen. Zudem fragt Herr Hahn nach dem Anteil der Förderung.

 

Frau Köppe antwortet, dass die Etablierung des Energiemanagementsystems mit sehr hohen Kosten verbunden ist: neue Software, Messeinrichtung/Messtechnik, Erstzertifizierung (12.000€). Im groben basieren die Kosten auf den Erfahrungswerten von anderen Unternehmen. Laut Fördermittelgeber müssen nun beantragten Fördermittel explizit mit realen Kosten untermauert werden. Gemeinschaftliche Beratung im MV Energienetzwerk der Zweckverbände/Unternehmen aus dem Bereich Wasser und Abwasser zur Erreichung von Synergieeffekten, z.B. Einigung auf die Nutzung eines gemeinsamen Systems zur Reduktion der Kosten. Frau Köppe weist weiterhin auf die hohen Kosten der zu beschaffenden Messtechnik sowie auf die Kosten der Hardware und Software hin. Die Förderquote beträgt 70%.

 

Herr König fragt nach dem Energieeinsatz des Abwasserwerkes. Die Stadtverwaltung selbst hat etwa 2,2 Millionen kWh mit Verweis auf den Immobilienverwaltungsbericht.

 

Frau Köppe antwortet, dass der Strombezug bei 800 kWh liegt, bei einer Eigenerzeugung im BHKW von 1,7 Millionen kWh Bezug.

 

Herr Dr. Valentin fragt nach der Refinanzierung der Kosten des Energiemanagementsystems durch die Erhöhung der Abwassergebühren zu welchem Zeitpunkt und in welcher prozentualen Höhe.

 

Frau Köppe antwortet, dass der 3-Jahres Kalkulationszeitraum für die Abwassergebühren dieses Jahr ausläuft. Im Sommer wird für die Jahre 2026 bis 2028 kalkuliert. Bei einem Kalkulationsrahmen von 10 Millionen Euro sind die anteiligen Kosten des Energiemanagementsystems als gering anzusehen. Zudem wird eine Energieeinsparung und eine Kostenreduzierung angestrebt, welche sich positiv auswirken. Frau Köppe weist auf den wichtigen Beitrag des Abwasserwerks als ein Umweltunternehmen zur Erreichung der Klimaziele hin. Zudem sind Themen wie der Umgang mit Klärschlamm und die Phosphorrückgewinnung von den Kosten her viel höher anzusetzen.

 

Herr Heil fragt nach weiterer Zusammenarbeit und Abstimmung mit anderen städtischen Unternehmen in Bezug auf Energieeinsparung und Erfahrungsaustausch um Synergien zu nutzen, z.B. mit den SWG.

 

Frau Köppe antwortet, dass dies im Bereich der Softwarenutzung z.T. sehr schwierig ist, da z.B. beim Abwasserwerk und bei den Stadtwerken unterschiedliche Anforderungen an die Datenerfassung vorliegen sowie andere Arten von Daten vorhanden sind. Daher werden verschiedene Softwareprodukte verwendet, z.T. historisch gewachsen. Synergieeffekte mit den Stadtwerken existieren jedoch bereits im Rahmen der Auditierung und Zertifizierung. Dies wird auch beim Energiemanagement zukünftig genutzt werden.

 

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Ergebnis:

 

Ja-Stimmen

Nein-Stimmen

Enthaltungen

10

0

1