Informationsvorlage - IV/08/0032

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Beratungsfolge

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Sachdarstellung

Die Vergabe von städtischen Trainings- und Sportflächen im Freien in Greifswald wird vom Objektleiter des Volksstadions nach folgenden Grundätzen organisiert:

 

1. Grundsätzliche Nutzung und Antragsverfahren:

Die Nutzung des Volksstadions sowie des Sportplatzes am Dubnaring steht grundsätzlich allen Vereinen offen. Vorrangig werden die Vereine des Stadtsportbundes berücksichtigt. Um die Flächen für Trainingszwecke nutzen zu können, ist ein Antrag erforderlich. Der Objektleiter erstellt nach Eingang der Anträge die entsprechenden Belegungspläne. Die Abgabe der Wunschzeiten erfolgt für die Sommerperiode bis spätestens zum 31. Januar und für die Winterperiode bis spätestens zum 31. August.

 

2. Planung der Sommer- und Winterperiode:

Ganzjährig stehen vier nutzbare Sportflächen in Greifswald zur Verfügung. Dies sind im Volksstadion der Ostplatz, der Jugendplatz und der Mittelplatz sowie der Sportplatz am Dubnaring. In die Planung der Winterperiode fließen zusätzlich die Vergaben der Hallenzeiten mit ein. Dabei wird berücksichtigt, dass Vereine mit eigenen oder gepachteten Sportflächen (z. B. HFC Greifswald, Blau-Weiß Greifswald), die in der Winterperiode teilweise nicht genutzt werden können, auf den Kunstrasen im Volksstadion ausweichen.

 

3. Nutzung durch Freizeit- und nicht organisierte Gruppen:

Nicht organisierte Sport- und Freizeitgruppen werden vorrangig auf dem Mittelplatz des Volksstadions eingeplant. Der Mittelplatz dient auch als Ausweichfläche bei Überlastung anderer Plätze. Auf dem Dubnaring wird das Spielfeld vorrangig für den nicht organisierten Sport freigehalten, dies trifft vor allem an den Wochenenden zu. In der Zukunft sollen weitere Zeitfenster unter der Woche geschaffen werden.

 

4. Aktuelle Auslastung und Grenzen der Kapazität:

Derzeit können noch alle Vereine mit organisiertem Sportbetrieb auf die jeweiligen Plätze verteilt werden. Allerdings wird zunehmend die Kapazitätsgrenze erreicht. Wie sich die Situation zukünftig entwickelt, ist offen. In der Winterperiode sind die Wochenenden bereits stark überlastet. Durch das Wachstum der Vereine – was grundsätzlich positiv ist – verschärft sich diese Situation weiter.

 

5. Kommunikation und Umgang mit Änderungswünschen:

Vereinzelt gibt es Rückmeldungen von Vereinen, über einen Tausch von Sportflächen oder Zeiten. Hier wird grundsätzlich lösungsorientiert agiert. Nicht alles ist umsetzbar, jedoch erfolgt stets ein transparenter Austausch mit den Vereinen. Über die bisherigen Vergabezyklen hinweg gab es keine ungelösten Konflikte oder Beschwerden, alle Themen konnten letztlich einvernehmlich geklärt werden. In der aktuellen Sommer- und Winterperiode wurden zwei Änderungswünsche von Vereinen umgesetzt. Weitere Handlungsbedarfe sind derzeit nicht bekannt.

 

6. Priorisierung und Konfliktvermeidung:

Intern erfolgt eine Priorisierung insbesondere im Fußballbereich. Hierbei wird geschaut, ob die Mannschaften im Wettkampf antreten oder in einem nichtorganisierten Spielbetrieb. Zudem wird dann das Augenmerk auf die Ligazugehörigkeit der jeweiligen Vereine gerichtet. Dieses System hat sich über viele Jahre bewährt und wird solidarisch von allen Beteiligten getragen. Sowohl organisierter Sport als auch Freizeit- und Laufsport sind gut abgestimmt, sodass es zu keinem relevanten Konfliktpotenzial kommt. Dies gilt auch für die Laufbahn, auf der die organisierten Sportgruppen ihr Wettkampftraining stets problemlos durchführen konnten und durch Freizeitläuferinnen und -läufer nicht gestört wurden. Die gute Kommunikation und das positive Miteinander unter den Sporttreibenden sind hierbei hervorzuheben.

 

Aktuell wird kein grundsätzliches Konfliktpotenzial in der Zeitenvergabe festgestellt. Sollten jedoch Fragen, Anregungen oder diskussionswürdige Themen entstehen, wird jederzeit lösungsorientiert, sofern dies organisatorisch möglich ist, gehandelt.

 

7. Zukünftiger Bedarf:

Trotz aller Bemühungen wird dennoch deutlich, dass die Universitäts- und Hansestadt Greifswald langfristig gesehen eine zusätzliche ganzjährig nutzbare Sportfläche benötigt. Nur so können bei weiterem Wachstum von Vereinen und Sportangeboten in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald, insbesondere die Wettkampfwochenenden und die Winterperiode, koordinierter und entlasteter gestaltet werden. Dieses Erfordernis wird stadtplanerisch berücksichtigt.

 

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